Georg Kolbe in Istanbul 1917/18
Im Ersten Weltkrieg lebte und arbeitete Georg Kolbe fast zwei Jahre lang in der Türkei. Als Soldat wurde er nach Istanbul versetzt, um dort künstlerisch tätig zu werden. Seine Hauptaufgabe war die Gestaltung eines Friedhofes mit einem Gefallenen-Denkmal im Botschaftspark von Tarabya. Der deutsche Botschafter Richard von Kühlmann hatte den Bildhauer nach Istanbul gerufen, denn er wollte einen „Musenhof" um sich scharen. Zumindest Georg Kolbe als „Hofbildhauer" wurde aktiv. Er betätigte sich auf mehreren Gebieten: Er porträtierte Botschaftsangehörige und Militärs, aber auch die führenden jungtürkischen Politiker. Für den Botschaftspark entwarf er Brunnenfiguren und den „Kaisersaal" der Botschaft (heute Generalkonsulat) schmückte er mit einem Reliefzyklus.
Trotz des Krieges hatte Kolbes Aufenthalt teilweise paradiesische Züge, so immerhin erinnerte sich der Künstler später. Überschattet war seine Tätigkeit dadurch, dass Kaiser Wilhelm II. und der preußische Kriegsminister das Denkmal in Tarabya ablehnten. Dank breiter Unterstützung aus Istanbul und Berlin konnte es dennoch vollendet werden.
Die kleine...
Starts
11/26/2011 @ 10:00
Ends
11/26/2011
Location
Treff: Georg-Kolbe-Museum / Eingang
Georg-Kolbe-Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin, Charlottenburg,
Berlin, BE
Im Ersten Weltkrieg lebte und arbeitete Georg Kolbe fast zwei Jahre lang in der Türkei. Als Soldat wurde er nach Istanbul versetzt, um dort künstlerisch tätig zu werden. Seine Hauptaufgabe war die Gestaltung eines Friedhofes mit einem Gefallenen-Denkmal im Botschaftspark von Tarabya. Der deutsche Botschafter Richard von Kühlmann hatte den Bildhauer nach Istanbul gerufen, denn er wollte einen „Musenhof" um sich scharen. Zumindest Georg Kolbe als „Hofbildhauer" wurde aktiv. Er betätigte sich auf mehreren Gebieten: Er porträtierte Botschaftsangehörige und Militärs, aber auch die führenden jungtürkischen Politiker. Für den Botschaftspark entwarf er Brunnenfiguren und den „Kaisersaal" der Botschaft (heute Generalkonsulat) schmückte er mit einem Reliefzyklus.
Trotz des Krieges hatte Kolbes Aufenthalt teilweise paradiesische Züge, so immerhin erinnerte sich der Künstler später. Überschattet war seine Tätigkeit dadurch, dass Kaiser Wilhelm II. und der preußische Kriegsminister das Denkmal in Tarabya ablehnten. Dank breiter Unterstützung aus Istanbul und Berlin konnte es dennoch vollendet werden.
Die kleine...